ASTRAD 2011

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ASTRAD 2011 2017-01-22T16:30:11+00:00

Ein Riesenerfolg

„Der Verlauf der Kommunalmesse hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen, die Veranstaltung war echt ein riesiger Erfolg, ich hätte nie gedacht, dass so viele interessierte Besucher aus Städten und Gemeinden kommen“, fasst Richard Wawricka, Veranstalter der ASTRAD & AustroKommunal die zwei spannenden Messetage  zusammen.

Auf dem großzügigen Welser Messegelände trafen am 13. und 14. April 2011 rund 200 Aussteller aus dem gesamten Kommunalbereich auf mehr als 3.400 Fachbesucher aus Städten und Gemeinden, Bauhöfen, Ländern und Straßenmeistereien. Doch nicht nur die gesamte österreichische Verwaltung traf sich in Wels, sondern es kamen auch eine Menge Besucher aus den an Österreich grenzenden Ländern. Sogar spanische Außenhandelsdelegierte kamen zur Kommunalmesse, ebenso wie Vertreter des deutschen Wirtschaftsministeriums, wie ein Aussteller aus Deutschland ziemlich erstaunt berichtete.

 

Offiziell eröffnet wurde die Messe direkt in der Halle 20, am Stand von EuroKommunal. Wie auch in den Jahren zuvor übernahm DI Friedrich Zotter vom BMVIT die Moderation.  Er blickte in seinen einleitenden Worten auf die Geschichte der ASTRAD zurück, denn begonnen hat alles im Jahr 1998 auf dem Salzburger Flughafen. Immerhin kamen in die kleine Ausstellung mit 30 Ausstellern rund 400 Besucher, und das ohne viel Werbung. Nachdem dieser Auftakt von Erfolg gekrönt war, beschlossen DI Friedrich Zotter und DI Peter Mader in den folgenden Jahren die Messe fortzuführen. Bald wurde der Salzburger Flughafen zu klein und es musste ein neuer Veranstaltungsort gesucht werden – es war schnell klar, dass die Messe Wels die idealen Voraussetzungen für eine Kommunalmesse mitbrachte. „ASTRAD und Wels, das ist eine Einheit“, meinte Zotter. Auch der neue Veranstalter der ASTRAD, Richard Wawricka ist dem Messestandort Wels treu geblieben, denn „Wels bringt ideale Voraussetzungen mit: mitten in Österreich gelegen, von überall gut erreichbar und auch die Stadt Wels unterstützt uns, wo es nur geht“, so Wawricka.

 

Verbesserungen auf den Autobahnen

Die erste offizielle Eröffnungsrede hielt DI Alois Schedl von der ASFINAG. Er erzählte vom Winterdienst im vergangenen Winter und meinte, dass sich die neue Salzlogistik sehr positiv ausgewirkt habe, aber: „wir möchten uns hier noch weiter verbessern“, so Schedl. Auch für das Baustellenmanagement und die Sicherheit auf der Autobahn sieht er noch Verbesserungspotential, obwohl die Zahl der Verletzten und Toten auf den österreichischen Autobahnen in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Ein weiterer Schwerpunkt, neben der Sicherheit auf der Autobahn, wird in den nächsten Jahren auch die bauliche Erhaltung sein. „In den Jahren 1997-2009 haben wir 28 Prozent für die Erhaltung der Autobahnen ausgegeben, und für die Periode von 2010 – 2016 sind 38 Prozent veranschlagt“, skizzierte Alois Schedl die Zukunft der heimischen Autobahnen. Einen großen Stellenwert räumte der ASFINAG-Chef auch dem gegenseitigen Austausch ein. „Viele unserer Mitarbeiter sind hier auf der ASTRAD um sich zu informieren. Ich finde den Erfahrungsaustausch sehr wichtig“, so Schedl.

 

Zusammenarbeit Wirtschaft – Gemeinden

Der Generalsekretär des Österreichischen Städtebunds, Dr. Thomas Weninger, zeigte sich in seiner Eröffnungsrede „beeindruckt von der Palette an Angeboten im Straßen- und Winterdienst. Denn der Straßen- und Winterdienst sind wichtige Teile der Daseinsvorsorge und sichern die Lebensqualität in Städten und Gemeinden“, so Weninger. „Die ASTRAD ist auch eine wichtige Einrichtung bei der Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und dem Kommunalen“, meinte der Städtebund-Generalsekretär.

 

Formel 50-40-20

Dr. Peter Franzmayr, Sektionschef im Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, überbrachte eine Grußbotschaft von Ministerin Doris Bures. In seiner Rede berichtete er von den ambitionierten Zielen des Ministeriums, die Verkehrssicherheit schrittweise zu erhöhen. „Verkehrssicherheit ist ein Thema, das uns alle angeht. Jeder ist dazu aufgerufen, seinen Teil beizutragen“, so Franzmayr. Das Ministerium reagierte mit einem neuen Verkehrssicherheitsprogramm, das erst vor wenigen Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Ziel des Programmes ist es, Österreich bis zum Jahr 2020 zu einem der fünf sichersten Länder der EU im Bereich des Verkehrs zu machen. Die Formel dafür lautet 50-40-20. Bis 2020 ist geplant, die Zahl der Verkehrstoten um 50 Prozent zu reduzieren, die Zahl der Schwerverletzen um 40 Prozent und die Unfälle um 20 Prozent zu minimieren.

Sektionschef Dr. Peter Franzmayr zeigte sich auch von der Größe und der Zahl der Aussteller auf der ASTRAD & AustroKommunal beeindruckt: „Ich war letztes Jahr auch beim internationalen Winterdienstkongress in Quebec. Ich habe also beides gesehen und kann nur sagen: Kein Vergleich“.

Der Welser Bürgermeister Dr. Peter Koits, der die nächste Ansprache hielt, hakte gleich beim letzten Satz von Sektionschef Franzmayr schmunzelnd ein: „Die letzten Sätze von Dr. Peter Franzmayr haben mir natürlich besonders gut gefallen!“ Er betonte auch die gute Zusammenarbeit mit dem Veranstalter der Messe, Richard Wawricka und meinte: „Wir möchten die Messe auch gerne weiter in Wels haben, denn sie ist zu einem fixen Bestandteil im Messereigen der Stadt geworden.“

Der letzte Redner war der stellvertretende oberösterreichische Landeshauptmann Franz Hiesl. Er betonte, dass die Infrastruktur der Schüssel für die Entwicklung jedes Landes ist und auch in Oberösterreich viel in den Bereich Straßeninfrastruktur investiert wird. „Ich bin seit 17 Jahren Straßenbaureferent und freue mich mitteilen zu können, dass ich noch nie ein Projekt auf Eis legen musste“, so Hiesl. Zum Schluss seiner Ansprache an die zahlreichen Zuhörer in der Messehalle 20 erklärte er die ASTRAD & AustroKommunal für eröffnet.

Nach der offiziellen Eröffnung begannen die Fachvorträge, die von DI Friedrich Zotter organisiert und koordiniert wurden. Heuer fanden diese in einem eigenen Vortragsbereich in der Messehalle statt und befassten sich mit den Themen Winterdienst und Straßenerhaltung. „Ich habe auch in diesem Jahr versucht, wieder ein interessantes Vortragsprogramm zusammenzustellen“, meinte Zotter. Das scheint ihm gelungen zu sein, denn die Vorträge kamen beim Fachpublikum durchwegs gut an, schließlich kamen nicht nur Experten aus Österreich, sondern auch aus der Schweiz und Deutschland um über neue Erkenntnisse und praktische Erfahrungen aus dem Winterdienst und dem Bereich Straße zu referieren.

 

Elektromobilitätskongress

Erstmals in der Geschichte der ASTRAD war auch der Österreichische Städtebund in die Kommunalmesse eingebunden. Der Kongress „Elektromobilität im kommunalen Alltag – Chancen und Herausforderungen“ fand im Rahmen der ASTRAD im Obergeschoss der Messehalle 20 statt und wurde vom Österreichischen Städtebund und der Österreichischen Energieagentur ausgerichtet. Schon vor einem Jahr veranstaltete der Österreichische Städtebund einen Kongress zum Thema Elektromobilität in Wels; heuer fand die Fortsetzung statt, die sich vor allem mit der praktischen Anwendung der E-Mobilität in Städten und Gemeinden auseinandersetzte. Dabei wurden vor allem anwendungstaugliche E-Nutzfahrzeuge wie auch Konzepte zur künftigen Rolle der Stadtwerke vorgestellt. Auch Themen wie der Aufbau geeigneter Ladeinfrastrukturen, deren Integration in den Stadtraum sowie Fragen zur Netzintegration wurden aus kommunaler Sicht erörtert.

„Gerade die ASTRAD & AustroKommunal in Wels bietet dem Fachpublikum die perfekte Bühne, sich ein Bild von konventionellen und nun auch elektrischen Antriebskonzepten zu machen und E-Nutzfahrzeuge auch selbst auszuprobieren“, meint Mag. DI Dr. Guido Dernbauer, der für die Organisation des Kongresses im Österreichischen Städtebund zuständig war. Auch Bürgermeister Dr. Peter Koits zeigte sich besonders erfreut darüber, dass der Kongress in die heurige ASTRAD & AUSTROKOMMUNAL eingebettet ist. „Die Synergien zwischen dieser Veranstaltung, die in ähnlicher Form schon im vergangenen Jahr erfolgreich bei uns am Messegelände stattgefunden hat, und der größten Kommunalmesse Österreichs sind sicherlich sehr groß“, betonte Dr. Koits.

Die Stadt Wels setzt seit Jahren durch Bewusstseinsbildung, Betriebsansiedelungen, Forschung und Lehre und Leuchtturmprojekte maßgebliche Initiativen in den Bereichen Erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Bürgermeister Dr. Koits ist daher überzeugt: „Ein wesentlicher Bestandteil von moderner und zukunftsweisender Kommunalpolitik ist daher, für die Elektromobilität und andere zukunftsweisende Technologien nicht nur ein, sondern zwei offene Ohren zu haben.“

„Für viele Städte und Gemeinden ist steigendes Verkehrsaufkommen ein großes Problem: Staus, Lärm und Luftverschmutzung mindern Wohnqualität und sind ein Standortnachteil“, so Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes. „Trotzdem sind E-Fahrzeuge nur erst in Kombination mit öffentlichem Verkehr eine gute Alternative, wenn es darum geht, den Individualverkehr insgesamt einzudämmen. In einigen Modellregionen in österreichischen Städten ist Elektromobilität schon gelebte Realität“, so Weninger.

Elektrofahrzeuge haben einen hohen Wirkungsgrad von 80 bis 95 Prozent, konventionelle Fahrzeuge hingegen einen Wirkungsgrad von nur 20 bis 45 Prozent. Ein Anteil von 20 Prozent Elektrofahrzeugen am gesamten Fahrzeugaufkommen würde bereits Energiekosten senken. Dabei muss es unbedingtes Ziel sein, dass Elektromobilität aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Durch die Einbeziehung von öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie des Nah- und Fernverkehrs und durch Kooperationen mit Garagenbetreibern oder „Park and Ride“-Systemen hat Elektromobilität besonders für den öffentlichen Verkehr großes Potential.

DI Franz Schwammenhöfer vom BMVIT meinte bei seinen einleitenden Worten zur Eröffnung der zweitägigen Konferenz: „E-Mobilität ist aus unserer Sicht nur ein Werkzeug hin zu einem effektiven Transportsystem. E-Mobilität ist nicht der bessere Öffentliche Personennahverkehr, sondern ein Werkzeug für einen guten Beitrag zum Gesamtsystem.“

 

Messerundgang

EuroKommunal hat sich auf der ASTRAD & AustroKommunal unter Besuchern  umgehört und Meinungen und Stimmungen eingefangen. Lesen hier einen kleinen Auszug daraus:

Maria Tanzberger, Straßenbauabteilung beim Land Niederösterreich

EuroKommunal: Warum haben Sie sich entschieden, die ASTRAD & AustroKommunal zu besuchen?

Da mein Fachbereich Betrieb und Erhaltung in der Straßenbauabteilug des Landes Niederösterreich ist, wollte ich vorbeikommen und mir die Neuerungen auf dem Markt ansehen.

EuKo: Was interessiert Sie besonders?

Mein Interesse gilt naturgemäß Verkehrstafeln, Verkehrszeichen sowie Straßenmarkierungen.

EuKo: Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Ich bin sehr zufrieden mit dem was ich bisher gesehen habe und die Messe hat meine Erwartungen erfüllt.

Helga Weber-Hartl, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

EuroKommunal: Warum ist das BMVIT auf der ASTRAD & AUSTROKOMMUNAL vertreten?

Wir sind hier, weil das Thema Verkehrssicherheit stets aktuell ist und immer Auskünfte dazu verlangt werden. Wir bieten unseren Besuchern auch aktuelle Informationen zum Führerschein, wie etwa das Führerscheinvormerksystem, zu Kindersicherheit und Ähnliches.

Peter Frybert, Magistratsabteilung 48, Wien:

Auf der ASTRAD präsentieren wir unsere Leistungen im Bereich Straßenreinigung und Winterdienst. Wir haben viele Ideen, die wir den Gemeinden und Städten in Österreich näher bringen wollen. Zeitgleich wollen wir natürlich auch Neues lernen, denn die Vorstellungen zu Winterdienst und Straßenreinigung sind vielfältig. Es soll zu einem Erfahrungsaustausch kommen.

Herbert Gelbmann, Bürgermeister der Gemeinde Pöttsching

EuKo: Was hat sie dazu bewegt, die ASTRAD & AustroKommunal in Wels zu besuchen?

Ich bin das erste Mal auf der Kommunalmesse und mit der Erwartung gekommen, dass hier alles zu finden ist, was Gemeinden brauchen. Ich möchte mir anschauen, was gerade angesagt ist bzw. auch sehen, welche Trends in den nächsten Jahren kommen werden. Ich bin froh sagen zu können, dass ich mich in diesem Punkt nicht geirrt habe.

EuKo: Was interessiert Sie hier besonders?

Ich habe meinen Interessen entsprechend einige Fixpunkte eingeplant: Ansehen will ich mir zunächst einige Arbeitsgeräte für den Bauhof, sowie Trends in der modernen Beleuchtung – etwa das LED-Licht – sowie das Beschilderungssystem für unsere Gemeinde.

EuKo: Sind Ihre Erwartungen an die Kommunalmesse erfüllt?

Ja, ich bin zufrieden, die Messe ist sehr gut aufgebaut, klar und übersichtlich.

Martin Josef, Leitung der Zentralwerkstatt in der Abteilung für Straßenerhaltung beim Land Steiermark

Ich bin hier weil ich Neuigkeiten aus der Kommunalbranche erfahren möchte. Meinen Besuch nutze ich auch, um mich mit Firmenvertretern zu unterhalten und mich auszutauschen. Ganz besonders interessiere ich mir für Kommunaltraktoren. Meine Erwartungen an die Kommunalmesse sind voll erfüllt worden und ich bin froh, hergekommen zu sein.