ASTRAD 2013

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ASTRAD 2013 2017-01-22T16:28:42+00:00

Wenn 3.800 BürgermeisterInnen, VertreterInnen von Bauhöfen, Straßenmeistereien, Gemeindeverwaltungen und Bundesländern auf einem Fleck versammelt sind, dann findet in Wels die ASTRAD statt! Die Veranstaltung am 17. und 18. April sprengte alles bisher dagewesene: Die vielen Fachbesucher aus Gemeinden und Bauhöfen, Ländern und Straßenmeistereien bescherten der ASTRAD einen neuen Besucherrekord und mit dem neuen Testgelände erhielten die BesucherInnen erstmals auch die Möglichkeit, mit Fahrzeugen und Geräteträgern eine Probefahrt zu absolvieren.

Aber nicht nur aus Österreich strömten die Fachbesucher nach Wels: Viele Deutsche und Schweizer, aber auch eine große Gruppe aus Russland, viele Niederländer sowie einige Besucher aus England interessierten sich für Neuerungen auf dem Kommunalmarkt. Zu sehen gab es wahrlich genug; neben einem riesigen Angebot aus dem Bereich Winterdienst und Straßenerhaltung konnte Veranstalter Richard Wawricka auch eine Bank, EDV-Dienstleister oder Unternehmen, die Stadtmobiliar produzieren, begrüßen. „Ich bin mit der ASTRAD 2013 wirklich mehr als zufrieden. In der Halle war an beiden Tagen eine sehr positive Stimmung, die Fachbesucher haben uns geradezu überrannt und auch unsere rund 170 Aussteller waren zufrieden. Besser hätte es eigentlich gar nicht laufen können“, so Richard Wawricka, der gemeinsam mit seiner Tochter Marcella die ASTRAD organisiert hat.

 

Eröffnung der 9. ASTRAD & AustroKommunal

Begonnen hat die Messe am 17. April um halb neun Uhr morgens. Um diese Zeit kamen schon die ersten Besucher aus Gemeinden, teilweise in großen Autobussen, nach Wels. Weiter ging es eine Stunde später mit der feierlichen Eröffnung im Vortragssaal, der direkt in die Messehalle integriert war.

Durch die Eröffnung führte Dipl.-Ing. Friedrich Zotter vom BMVIT. Er hob in seiner Begrüßung nicht nur den ausgezeichneten Messestandort Wels, sondern auch die Gastfreundschaft der Stadt hervor und erzählte von den Anfängen der ASTRAD. Die erste Veranstaltung fand 1998 am Salzburger Flughafen mit rund 400 Besuchern statt: „Wir wollten damals als Österreichisches Nationalkomitee des Weltstraßenverbandes eine Vortragsveranstaltung zum Thema Winterdienst machen, wo wir vom Weltkongress zu dem Thema berichten. Da haben wir uns gedacht, nur eine Vortragsveranstaltung ist ein bisschen wenig und haben eine kleine Ausstellung mit etwas mehr als 30 Firmen dazu gemacht“, so „Gründungsvater“ Friedrich Zotter. Die Veranstaltung wurde zusehends größer und im Jahr 2002 übersiedelte die ASTRAD auf das Gelände der Welser Messe, wo der damalige Veranstalter, das „Komitee für Straßenerhaltung und Winterdienst“ mit Zotter an der Spitze, wesentlich bessere Bedingungen vorfand. Im Jahr 2009 schließlich „haben wir die Veranstaltung in professionellere Hände übergeben“, so Friedrich Zotter. In diesem Jahr übernahm Richard Wawricka die ASTRAD, was auch Zotter sehr freut: „Ich sehe mit Erstaunen, wie sich die Messe weiterentwickelt.“

Wichtige Veranstaltung für Infrastrukturbetreiber

Die zweite Begrüßungsrede hielt Dr. Josef Fiala, Geschäftsführer der ASFINAG-Service GmbH. Er betonte, dass die ASTRAD „eine wichtige Veranstaltung für uns als Infrastrukturbetreiber“ sei, die „unseren Autobahnmeistern, unseren Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, sich ‚up-to-date‘ zu halten und sich auszutauschen“.

In seiner Rede gab er Einblick in die Aufgaben und das Selbstverständnis der ASFINAG als Autobahn- und Schnellstraßenbetreiber. Die ASFINAG verstehe sich als Unternehmen, das ein verkehrssicheres und verfügbares Netz zur Verfügung stelle, dessen „Herzstück die betriebliche Erhaltung“ sei – „das haben wir auch diesen Winter wieder gesehen“, so Fiala. „Es passiert immer etwas – im Schnitt haben wir 30 Großereignisse pro Tag auf den österreichischen Autobahnen“ erzählte der Geschäftsführer der ASFINAG-Service GmbH, der aus diesem Grund auch verstärkt in das Ereignismanagement investiert hat. „Es ist wichtig, mit den Blaulichtorganisationen und den ASFINAG-Einsatzteams möglichst rasch und effizient die Fahrbahn wieder freizubekommen und die Verkehrssicherheit wieder herzustellen. Wir können nachweislich hier unsere Aktivitäten so beschleunigen, dass die Stausituationen aus diesen Ereignissen geringer werden“, berichtete Fiala über Erfolge der ASFINAG.

Danke den Ausstellern

Der Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes, Dr. Thomas Weninger hob in seiner Eröffnungsrede erster Linie die rund 170 Firmen hervor, die in der Welser Messehalle 20 und im Freigelände davor auf 23.000 Quadratmetern ausstellen. „Es sind gerade diese Firmen, die mit ihren Produkten, Innovationen und Dienstleistungen aus dem Kommunalbereich diese Veranstaltung zu einem Top-Event machen. Ich möchte allen Firmen, die mitwirken, herzlich danken! Sie sind auch dafür verantwortlich, dass die Städte die Leistungen der Daseinsvorsorge erfüllen können“, so Weninger.

Er wies auch auf das neue Testgelände hin, das seiner Meinung nach auch eine Möglichkeit für den Städtetag sein könnte, und rief die Besucher dazu auf, auch eine Testfahrt zu unternehmen.

Weninger bedankte sich bei Dipl.-Ing. Friedrich Zotter für die Ausrichtung des Fachsymposiums „Erhaltung, Ausrüstung und Winterdienst“, das in Kooperation mit dem Österreichische Städtebund stattfand, und „ich hoffe noch auf viele gemeinsame Auftritte im Rahmen der ASTRAD & AustroKommunal“, so der Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes. Er  lud auch die anwesenden Städte und Gemeinden ein, an der momentan beim Städtebund laufenden Untersuchung zum Thema Winterdienst mitzumachen – ein E-Mail an den Städtebund reicht (post@staedtebund.gv.at).

Weninger meinte in Hinblick auf die Herausforderungen im heurigen Winter, dass „wir durchaus stolz sein können auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“.

Abschließend gab Weninger noch einen Ausblick auf die nächsten Monate: Der Österreichische Städtetag, die Generalversammlung des Österreichischen Städtebundes, findet heuer auf Einladung der Stadt Wels ebenfalls im Welser Messezentrum statt, und zwar von 5.-7. Juni. Generalsekretär Weninger ermunterte die Aussteller, ebenfalls an dem Top-Event teilzunehmen.

ASTRAD als Fixpunkt im Messekalender

Von der Stadt Wels kam Stadträtin Silvia Huber in Vertretung von Bürgermeister Dr. Peter Koits. Sie bezeichnete die ASTRAD & AustroKommunal als „Markenzeichen für die bei weitem größte und wichtigste Kommunalmesse in Österreich“, die sich zu einem Fixpunkt im Welser Messekalender entwickelt habe.

Silvia Huber, die im Österreichischen Städtebund die Vorsitzende des Sozialausschusses ist, wies ebenfalls auf den kommenden Städtetag in Wels hin: „Die Stadt Wels wird sich bemühen, ein tolles Programm zusammenzustellen!“

Offizielle Eröffnung durch LAbg. Doris Schulz

Als letzte Rednerin konnte Moderator Friedrich Zotter die Landtagesabgeordnete und Präsidentin der Messe Wels, Mag. Doris Schulz begrüßen. „Heuer haben wir 25 Messen und davon ist die ASTRAD & AustroKommunal eine ganz wichtige Fachmesse“, meinte die Messepräsidentin, die auch Grüße von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Straßenbaureferent Franz Hiesl überbrachte.

Zum Thema Straßenbau präsentierte sie aktuelle Zahlen: So vergibt die oberösterreichische Straßenverwaltung 75 Prozent ihrer Aufträge an oberösterreichische Unternehmen, 25 Prozent an Firmen aus dem restlichen Österreich und nur 0,3 Prozent an Unternehmen von außerhalb Österreichs. LAbg. Doris Schulz bezeichnete diese beeindruckenden Zahlen als „gute Bilanz, bei der auch die Wertschöpfung im Land bleibt.“

Schulz berichtete weiters über Großbauprojekte im Land Oberösterreich und meinte, dass es im Land ein Bekenntnis zum Ausbau der Straßeninfrastruktur in Kombination mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gäbe: „Die Kombination von Straße und öffentlichem Verkehr wird vorangetrieben“, so die Landtagsabgeordnete, „und das macht uns auch so stark in unseren Bau- und Infrastrukturmaßnahmen.“

Schließlich eröffnete Doris Schulz die Messe offiziell und wünschte „gute Erfahrungen und viele gute Gespräche!“

Fachvorträge – ein großer Erfolg

Die Fachvorträge im Rahmen des Symposiums „Straßenerhaltung. Ausrüstung und Winterdienst“, die vom Österreichischen Nationalkomitee des Weltstraßenverbandes in Kooperation mit dem Österreichischen Städtebund organisiert wurden, kamen in diesem Jahr besonders gut an. Eine Riege hochkarätiger Vortragender – nicht nur aus Österreich, sondern auch aus der Schweiz und Deutschland – berichtete über aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis. Wobei nicht nur der Winterdienst im Vordergrund stand: Es gab auch Beiträge zu Wetterprognosen, kommunaler Beleuchtung und Finanzierung, grabenlose Bauweisen oder aber barrierefreie Orientierung in Städten und Gemeinden.