ASTRAD 2015

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ASTRAD 2015 2017-01-22T16:39:34+00:00

130 Aussteller, an beiden Tagen eine volle Halle, gut gelaunte Besucher und zufriedene Aussteller: Das waren die die „Zutaten“ für eine gelungene ASTRAD, die am 22. und 23. April 2015 in Wels stattfand. Die Besucherinnen und Besucher kamen aus ganz Europa, um sich über Neuerungen aus den Bereichen Kommunales, Straßenerhaltung und Winterdienst zu informieren.

Offiziell los ging es am Mittwoch, den 22. April, als die Messe unter Beisein von Politik und Wirtschaft feierlich eröffnet wurde. Redner waren ASFINAG-Vorstand Alois Schedl, Bürgermeister Peter Koits sowie Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl. Auch die Präsidentin der Welser Messe, Landtagsabgeordnete Doris Schulz schaute vorbei. Moderiert wurde die Veranstaltung von Min.-Rat Friedrich Zotter, der auch als Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie anwesend war.

 

Eröffnung

„Begonnen haben wir mit einer kleinen Veranstaltung 1998 am Salzburger Flughafen“, erzählte Zotter im Rahmen der Eröffnung. „Irgendwann konnten wir die Veranstaltung nicht mehr am Flughafen machen, weil Herr Mateschitz den Hangar für seine Flugzeuge brauchte. Daraufhin sind wir nach Wels übersiedelt und ich bin sehr froh darüber, denn die Welser Messe ist ein toller und fairer Partner und die Veranstaltung konnte wachsen.“

Auch der Bürgermeister der Stadt Wels, Peter Koits, hielt eine Rede bei der Eröffnung der ASTRAD, die er mit folgenden Worten begann: „Ich freue mich sehr, dass Herr Mateschitz seine Flugzeuge im Hangar abgestellt hat“, scherzte er, „und es freut mich besonders, dass die Messe nun bei uns ist.“ Flächenmäßig ist die Welser Messe nun der größte Messeplatz in Österreich, da nun auch kürzlich die neue Halle 21 dazugekommen ist.

 

Österreichs Straßen als internationales Vorbild

Alois Schedl, Vorstand der ASFINAG, berichtete über seine letzte Dienstreise nach Deutschland, denn auch unsere Nachbarn wollen eine ähnliche Infrastrukturgesellschaft wie die ASFINAG. „Wir haben ein gutes Image“, so Schedl, „da die Straßen bei uns in gutem Zustand sind.“

Er betonte die Wichtigkeit des Geschäftsbereichs Betrieb in der ASFINAG, der für die Verkehrssicherheit und die Verfügbarkeit zuständig ist: „Telematik oder Wetter sind Aufgaben des Betriebs“, so Schedl, der sich darüber freute, dass auch viele seiner Mitarbeiter hierhergekommen sind, um sich zu informieren, „denn wir brauchen auch viele Partner aus der Wirtschaft, um das zu realisieren.“

 

Infrastruktur wichtig für Wirtschaftsentwickung

„Wenn Infrastruktur auf der Tagesordnung steht, bin ich gerne dabei“, meinte Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl, der im Land Oberösterreich auch für den Straßenbau zuständig ist. Er betonte die Wichtigkeit der Mobilität in jedem Alter und meinte, dass sowohl der PKW-Verkehr (+2%) und der LKW-Verkehr (+3%) im Land Oberösterreich jährlich steigen würden – es braucht also Infrastruktur. „Wirtschaftliche Entwicklung gibt es nur dort, wo Infrastruktur – auch Bahn – ist.“

Er erzählte über geplante Straßenbauprojekte und hob auch hervor, dass sich in puncto Verkehrssicherheit in den letzten Jahrzehnten viel getan hat, denn die Zahl der Verkehrstoten ist merklich zurückgegangen. Es sind die Straßen sicherer, die Autos besser und auch die Kontrollen sind intensiviert worden. Hiesl brachte das Beispiel einer gefährlichen Kreuzung im Innviertel, wo es innerhalb von drei Jahren 170.000 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsübertretung gegeben hat – bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 70km/h waren die Schnellsten dort mit bis zu 180km/h unterwegs. Inzwischen hat das Land die gefährliche Kreuzung untertunnelt.

Hiesl kritisierte auch die oft langen UVP-Verfahren bei Bauprojekten und meinte abschließend: „Wenn nichts mehr gebaut wird, gibt es keine Entwicklung und auch keine Arbeitsplätze.“

Nach der Eröffnung begannen die Fachvorträge und Bürgermeister Peter Koits, ASFINAG-Chef Alois Schedl und Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl mischten sich unter die zahlreichen Messebesucher, um sich über Neuerungen aus den Bereichen Fahrzeuge, Beleuchtung, Straßenbau oder Telematiklösungen zu informieren.

 

Fachvorträge

Die Vorträge im Rahmen des Symposiums „Straßenerhaltung, Ausrüstung und Winterdienst“ waren ebenfalls sehr gut besucht. Für die Organisation des Vortragsreigens zeigte sich „ASTRAD-Gründervater“ Friedrich Zotter sehr zufrieden: „Es waren wirklich viele interessierte Besucher bei den Fachvorträgen, was mich sehr freut!“

Nachzulesen sind die Vorträge auch nach der ASTRAD, unter www.fsv.at/piarc/.

 

Gute Laune bei den Besuchern

Die Besucherinnen und Besucher kamen zum Teil sogar in Autobussen nach Wels zur ASTRAD. Die Bauhöfe vieler Gemeinden nützten die Gelegenheit für einen Betriebsausflug, einige besuchten die Messe sogar an beiden Tagen.

Wolfgang Hinteregger aus der Gemeinde Edlbach: „Ich bin Gemeindebediensteter aus Edlbach und in erster Linie hier, weil die Gemeinde ein neues Fahrzeug ankaufen möchte. Und deshalb möchte ich mich hier ein wenig informieren.“

„Wir sind vom Bauhof aus Weißkirchen an der Traun, im Bezirk Wels Land und sind vom Bauhof. Wir möchten uns über Neuerungen informieren, aber auch Kontakte zu den Firmen, mit denen wir zusammenarbeiten, pflegen. Wir sind zwar erst vor zehn Minuten angekommen, aber das, was wir bisher gesehen haben, schaut sehr interessant aus.“

„Wir sind vom Bauhof der Gemeinde Kössen und möchten schauen, was es Neues am Markt gibt. Wir suchen eigentlich nichts Bestimmtes, sondern sind vor allem hier, um einen Überblick zu bekommen.“

Ing. Martin Kottek, Autobahnmeisterei Alland: „Wir schauen immer wieder, was es Neues gibt, und sind interessiert an  neuen Technologien, neuen Methoden, neuen Arbeitsweisen und neuen Materialien. Es ist immer wichtig, dass man auf den Fortschritt achtet und keinen Rückschritt macht. Natürlich war ich auch bei den Fachvorträgen, zwar nicht bei allen, aber die für uns Wichtigsten habe ich mir angehört. Außerdem trifft man hier auch alte Bekannte und es ist ganz gut, wieder einmal zu plaudern.“